Bürgertheater

Description

Vorstellungen:

DO – SO, 31. Juli bis 03. August 2014
DO – SO, 07. – 10. August 2014
DO – SO, 14. – 17. August 2014

Ort: Burgruine Hohennagold

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Nagolder Bürgertheater 2014:

Hildegard Eine Liebesehe im frühen Mittelalter

Freilicht-Stationentheater auf der Burgruine Hohennagold

„Karl der Große hatte neun Ehefrauen, vielleicht nicht einmal alle nacheinander“ zitierte Hans-Martin Decker-Hauff in seiner Rede zur 1200-Jahr-Feier einen katholischen Theologieprofessor. Hildegard, die dritte und, wenn es nach den Genealogen geht, die wichtigste von ihnen, verbindet den bedeutendsten Herrscher des frühen Mittelalters mit Nagold. Ihr Bruder Gerold, erfolgreicher Heerführer im Dienste Karls, tätigte 786 in Nagold eine Schenkung, deren Beurkundung die Stadt ihre erste schriftliche Erwähnung als „villa nagaltuna“ verdankt.

Hildegard war zwölf Jahre lang mit Karl verheiratet, gebar ihm 9 Kinder und starb 783 im Alter von 25 Jahren. Historisch ist nur wenig bekannt über diese Frau, die doch die Stammmutter von Kaisern und Königen wurde.

Obwohl sicher vor allem politische Gründe für die Verbindung sprachen – Hildegard stammte aus einer der einflussreichsten Familien im vormals alamannischen Herrschaftsgebiet – ist in den Annalen immer wieder von einem „Liebesbund“ die Rede.

Das neue Stück des Nagolder Bürgertheaters schlägt einen Bogen von der Anbahnung dieser Ehe – gegen den Willen von Karls Mutter Bertrada – bis zu Hildegards frühem Tod und erzählt vom bewegten Leben einer frühmittelalterlichen Reise-Königin.

Im stimmungsvollen Ambiente der Burgruine Hohen-Nagold wird in diesem Sommer die Lebens- und Gedankenwelt des frühen Mittelalters lebendig.

Wir tauchen ein in eine ferne, abenteuerliche Zeit: das aktive und missionarische Christentum von Karl und der karolingischen Oberschicht bildet nur eine dünne Decke über jahrhundertealten germanischen Glaubens-vorstellungen. Beide Welten überlagern und vermischen sich immer wieder.

Adlige und Geistliche, Leibeigene und Krieger, gläubige Christen und heidnische Kräuterfrauen, Franken, Alamannen, Sachsen und Awaren tauchen auf aus der Tiefe der Zeiten und erzählen uns von ihrem Leben.

„Hildegard“ – Text und Regie Isolde Alber – entwickelt aus der intensiven Beschäftigung mit Mythos und Historie einen farbenprächtigen Bilderbogen und ermöglicht uns mit den Mitteln des Volkstheaters eine unterhaltsame Reise in das weit entfernte und geheimnisvolle achte Jahrhundert.

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